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Wird sich die Prophezeiung erfüllen?

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Wird sich die Prophezeiung erfüllen?

Beitragvon HoaX » So 5. Oktober 2008, 17:16

die vision einer vernetzten geselschaft ist immer wieder ein zentraler punkt in sel. schüler tauschen gerüchte über das internet aus, verschwörungstheorien manipulieren die geselschaft oder klären sie auf, eine neue soziale ebene tut sich auf.
bin ich der einzige der so denkt oder kann es sein das sich viele dieser umstände aus lain, jetzt 10 jahre später, wirklich realität werden. jede klasse oder arbeitsgruppe hat heutzutage ein forum, freundschaften werden durch das internet geschloßen, unpersönliches im ersetzt telefone und jeder hat irgentwo ein profil. niemand wird ausgeschloßen.

nun is es jedoch so das jede geselschaftsform in einer extreme endet. den gipfel haben wir sehr bald überschritten aber wie sieht der absturz aus? welche gefahren birgt unsere web2.0 geselschaft grade jetzt wenn faktoren wie inflation und wirtschaftskriese dazu kommen?
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Beitragvon Aline » Di 7. Oktober 2008, 17:11

Tja da hast du ein interessantes Fass aufgemacht, ich denke das das Inet zwar mit der "Realen" Welt verlinkt ist jedoch eine eigene Ebene darstellt, es gibt und wird die selben Probleme und Entwicklungen geben wie im RL auch.
Z.B Copyright, im Mittelalter gab es so etwas überhaupt nicht, einige Erfinder bauten deshalb Fehler in ihre Pläne ein um sie vor unautorisierter Benutzung zu schützen, Heute gibt es Gesetze die das Regeln und so etwas überflüssig machen.
Im Internet gibt es noch keine brauchbaren Copyright Regelungen, es gelten zwar die üblichen Gesetzte, diese sind jedoch im Inet nicht zu gebrauchen, also kloppt man Wasserzeichen auf seine Bilder um zu verhindern das irgendwer die einfach kopiert und benutzt, eines Tages wird es für so etwas bestimmt auch ein Gesetz geben das das vernünftig regelt.
Es gibt natürlich noch weitere Analogien, so haben wir im RL irgendwelche Talibanalkeidakommunistennaziextremisten die uns angeblich ans Leder wollen und wir haben unsere Helden die sie bekämpfen, im Netz geben sich irgendwelche Hacker die Ehre und duellieren sich mit Antivir(hab heute wieder 2 Trojaner gefunden -.-) der einzige Unterschied ist, dass ich die Hacker nicht für eine Erfindung irgendwelcher ominösen Leute halte.(ich bin der Überzeugung, dass der Islamische Terrorismus in der Form wie ihn uns die Massenmedien vorgaukeln nicht existiert)


Ich denke das das Netz in Zukunft stärker kontrolliert wird um dem anarchistischen Treiben ein Ende zu bereiten, wenn man das RL als Vorbild nimmt wird es wohl in einem von Gier getriebenen dummen kapitalistischen Sumpf mit hohlen Marionetten an der Spitze enden, der Traum vom globalen Netz, in dem die gesamte Menschheit vereint wird, wird Utopie bleiben.

p.s nett das hier noch was gepostet wird. ^^
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Beitragvon Kobold » Di 7. Oktober 2008, 17:49

Ich weiß nicht ob man das wirklich als eine Vernetzung bezeichnen kann. Es ist doch eher eine Ergänzung. Sicher wird man im Netz anders neue Leute treffen und Wissen eruieren, als ohne diese neuen Möglichkeiten. Aber letztendlich finde ich nicht, daß man damit ein mehr an Interaktion mit dem Rest der Menschheit hat. Es ist einfach nur eben "anders".
Und die Zeiten sind auch vorbei, daß gesellschaftliche Entwicklungen in Extremen und im Kolaps enden. Kleine Crashs wirds zwar immer wieder geben. Aber ansonsten ist jede Regierung hinreichend genug mit Beratern versorgt, um allzu "gefährlichen" Tendenzen rechtzeitig entgegenzuwirken. Mit Ausnahme vielleicht eines wirklich überraschenden katastrophalen globalen Ereignisses.
Ansonsten wird aber jede "Ordnung" auch immer zwangsläufig kleine Chaoszellen in sich bergen. Eine wirklich intelligente *hust* Regierung würde diese sogar ganz gezielt aufgrund ihrer Ventilfunktion tolerieren.
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Beitragvon HoaX » Di 7. Oktober 2008, 18:56

sag ich doch es geht aufwärts.^^

Ich weiß nicht ob man das wirklich als eine Vernetzung bezeichnen kann. Es ist doch eher eine Ergänzung.


der stellenwert ist zumindest bei der jüngeren generation enorm gestiegen. allein der einfluss von svz und instantmessengern ist enorm. alles wird nur noch darüber geregelt uns es entsteht ein echtes kollektiv. auch wenn die plattformen in den händen von konzernen und verlagen sind ist die kontrolle darüber schon längst verloren.

Und die Zeiten sind auch vorbei, daß gesellschaftliche Entwicklungen in Extremen und im Kolaps enden.

ich glaube auch das die entwicklungen langsammer von statten gehen aber nur weil bis jetzt immer eine gewisse grundstrucktur gegben war. heute gibt es keine kriege mehr wenn ein president erschossen wird aber wenn man mal einer drohenden inflation entgegen sieht (heute haben zb mehrere börsen einfach geschloßen und die autokonzerne ihre producktion ruhen lassen) könnte es doch sein das selbst die einfachsten sicherheiten wegfallen und es doch noch eine radikale änderung gibt (nein ich vermute keinen kompleten staatsstreich)? und was passiert wenn das netz plötzlich eingeschränkt oder ganz weg ist?

edit:
Es gibt natürlich noch weitere Analogien, so haben wir im RL irgendwelche Talibanalkeidakommunistennaziextremisten die uns angeblich ans Leder wollen und wir haben unsere Helden die sie bekämpfen, im Netz geben sich irgendwelche Hacker die Ehre und duellieren sich

aber was ist mit den terrorzellen die erst im netz bestehen. zb die verbreitung der schulamokläuferverehrung die schon einige nachahmer nach sich gezogen hat. detr amokläufer von emsstetten war zb in mehreren fangruppen der columbineattentäter und hat ein riesiges vermächtniss an tagebucheinträgen,videos etc im netz hinterlassen.(zum glück war sein amoklauf nicht spektakulär genug)
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Beitragvon Aline » Do 9. Oktober 2008, 18:57

Zum Thema Amoklauf gibt es nur eins zu sagen: Counterstrike, der Anfang, das Ende, die Ursache und die Lösung des Phänomens Amoklauf.

Aber im Ernst, ich denke das das Phänomen Amoklauf ein Symptom unserer kranken Gesellschaft ist.
Wir leben heute in einer Welt die so unnatürlich, so kalt und so grausam ist, dass man sie nicht mehr ertragen kann, nun gibt es verschiedene Lösungen dafür, die meisten lassen sich verdummen bis sie total betäubt sind und leben ihr Leben ohne auch nur ein mal irgendetwas zu spüren, manche können das aber aus irgendwelchen Gründen nicht und diese Leute spüren was ihnen die Welt antut.
Normalerweise hört man diese Leute nicht, sie gehen einfach still und leise unter, aber im Internet herrschen andere Regeln.

Wenn die Menschen sich miteinander verbinden können wird auch die leiseste Stimme laut werden[....]
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Im Internet können diese Leute sich Gehör verschaffen, sie können sich mit einigen Klicks ein Denkmal schaffen.
Die Columbine Fanseiten und die Tagebücher usw sind also nichts als verzweifelte Hilfeschreie aus der Realen Welt ins Netz, da man sie in der Realen Welt nicht hören kann(will).
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Beitragvon HoaX » Do 9. Oktober 2008, 23:30

amokläufe sind keine neuzeitliche erscheinung. schon 1913 hat ernst august wagner einen amoklaf begangen und 1927 gab es das erste datierte schulmasaker.

Im Internet können diese Leute sich Gehör verschaffen, sie können sich mit einigen Klicks ein Denkmal schaffen.
Die Columbine Fanseiten und die Tagebücher usw sind also nichts als verzweifelte Hilfeschreie aus der Realen Welt ins Netz, da man sie in der Realen Welt nicht hören kann(will).

andererseits pflanzen sich so ideen voort. terrorismus, amokläufe, kommunismus, humanismus usw sind ideen die sich durch medien ausbreiten. schon vorher haben sie durch viel schlechtere medien die welt erschüttert. wenn jetzt irgentwas ähnlich revolutionäres komt wäre sie viel wirkugsvoller und fruchtbarer als alles bisher erlebte.
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