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- Inspiration gefällig? - - Mangazeichner und keine Story? Sagt, was euch fehlt!

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Beitragvon GorNaVash » Fr 18. November 2005, 23:08

Okay!

Es gibt anscheinend viele hier, die gerne wenn nicht sogar sehr oft zeichnen.
Da ich allerdings den Anschein habe, das keine richtigen Ideen für eine Story da sind, soll der Thread genau dieses Defizit aufheben! :biggrin:
Welche Anregungen für eine Story habt ihr bisher? Oder vor welchen Problemen steht ihr beispielsweise bei durchgängigen Charakterzügen oder Verhaltensweisen und und und?
Erzählt von eurer Inspiration!
Euren Ideen!
Welcher "Pepp" fehlt euch bei einer Story?
Eure Meinungen und Anregungen zählen.

Und vielleicht fangen eure Bilder an ein in sich geschlossenes Eigenleben zu entwickeln...
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Beitragvon GorNaVash » Mo 21. November 2005, 15:53

Nun gut, anscheinend hat nicht wirklich jemand Lust etwas von seiner Geschichte zu erzählen, dann erzähl ich jetzt mal meine (natürlich in Kurzform)

Sie handelt von vier Hauptpersonen: Tira, Goris, Van, Lan
(alle im Alter von 14 Jahren, leben auf dem Inselberg Hanju)

Sie leben alle auf dem Jupitermond Europa (Wassermond)
der nur kleine Inseln als Siedlungsräume hat.
Tira hat ihre Familie bei der Flucht von der Erde nach dem Ausbruch des "Intergalaktischen Krieges" beide Eltern verloren. Der Transporter wird von Abfangjägern angegriffen und stürzt auf Europa in der nähe von Hanju ab. Sie wird an der Küste von Van gefunden, der sie mit nach Hause zu seiner Mutter nimmt. Tira ist da noch 5 und Van 6 Jahre alt.
Nach ein paar kleinen Altagsgeschichten kommt der Krieg immer mehr nach Europa.
Nach dem Tod von Vans Mutter zieht dieser mit Tira in ein Baumhaus ganz oben des Inselberges, da Van nicht ständig an seine Mutter erinnert werden will und Tira, die seit der Rettung bei den Dorfbewohnern als Spionen des Direktorats gilt, will nicht länger den Blicken der Dorfbewohner ausgesetzt sein.
Die drei (Goris, Van und Tira) finden bei dem Bau des Hauses den Eingang zu einem streng geheimen Labor und werden unter Arrest gestellt. Da aber Vans Vater einer der Wissenschaftler ist entgehen sie dem Tod (da sie schon zu viel wissen), müssen aber nun der marsianischen Regierung dienen. Goris und Van werden Fliegerpiloten und Tira (naja das weiß ich noch nicht richtig). Jedenfalls freundet sich Goris mit Lan an, der schon länger dabei ist und Van und Tira werden ein Liebespaar.
Dann wird Europa überfallen.
Alle fliehen. Vans Vater bleibt zurück und Tira stirbt auch.
Goris und Lan werden abgeschossen, Van kann sich in Sicherheit bringen und bleibt beim Fliegerdienst.
Goris und Lan bleiben am Leben durch ihre Rettungskapseln und verlieren sich aber aus den Augen.
Nach 10 Jahren trifft Goris (--> Geschichten von einem Weltraumstreuner) Lan auf der Venus wieder. Lan ist Kellner und verheiratet. Beide beschließen Van auf dem Mars zu suchen.
Dort angekommen werden sie von der Regierung zu Piloten rekrutiert und Goris stimmt zu, da er das Geld und die Abenteuer liebt. Auf einem Trägerschiff sehen sie Van wieder (mittlerweile völlig verstört durch den Krieg und den Verlust Tiras). Völlig verstörende Handlung beginnt.
Heißt Goris verliebt sich in seine Partnerin (wie in Candidate for Goddess), und begreift dadurch auch, wie schmerzend der Verlust Tiras für Van ist. Lan, Goris und Van werden wieder richtig gute Freunde.
Durch Lan begreift Van, dass er auch die Kraft hat sein Leben zu etwas besseren zu ändern, wodurch er selbtsbewusster wird und nach der Versetzung der drei zur Bodentruppe, gelangen sie zurück nach Europa (aus dem Wasserplanet ist eine Wüsste durch den Hauptzerstörer des Direktorats geworden). Dort wird ihre Kompanie vernichtend geschlagen, sie schaffen es aber zu fliehen und bauen sich in der Stadt Junte, 50 km von Hanju eine Bar auf, die auf einem Plateau 60 über der Oberfläche liegt. Dort kommen auch die beiden Frauen von Goris und Lan hin und arbeiten dort als Kellnerinnen mit.
Eines Tages findet Van das Skelett Tiras (durch eine Kette) und will nun Rache. Alle bereiten sich auf die letzte Schlacht vor, der Diktator stirbt, Krieg ist vorbei.

Ah! fast vergessen: Der Hauptzerstörer des Direktorats hat eine Plasma kanone, die, wenn sie auf die Oberfläche eines Planeten trifft, alles Wasser verdampfen lässt und die Plasmateilchen halten das Wasser in der Ozonschicht gefangen. Dadurch hat das Direktorat Wassermonopol, Euopa ist Wüste und der militärisch wichtige Rohstoff Silicium kann in großem Stil abgebaut werden.

Nun weiter: Bei dem Sturm auf die Kommandozentrale des Direktorats wird Lan verwundert, aber überlebt. Van findet eine chmische Formel, durch die die Plasmateilchen ihre Wirkung verliern und das Wasser abregnet.
Die marsianische Regierung zerstört genau dann denn Hauptzerstörer des Direktorats und der Mars überlebt damit eine Art "Impact", Van fliegt mit seinem Militärfliegr und der chemischen Substanz zum Wassermantel und indeziert die chemische Substanz, wodurch es seit 10 Jahren erstmalig wieder regnet und Lan der draußen vor der Bar sitzt bekommt es alls erster mit. Alle freuen sich juhuu (natürlich noch viel besser in Szene gesetzt).
Aber Van wird von Abfangjägern abgeschossen und fällt ins Koma (da kommt noch nen richtig geiles Kapitel--> Traum).
Goris und Lan sind 56 und Van stirbt noch immer im Koma liegend. Goris und Lan haben Kinder und Van durchschreitet noch einmal einen historischen Weg des Menschen, in der er auch sein Leben nocheinmal durchlebt.
Ende *lol*

Natürlich ist die Story, da mehr die zwischenmenschlichen Beziehung und das Thama Krieg im Vordergrund stehen viel zu voll für ein Manga, aber dafür wird es ein Buch und hier das halbfertige erste Kapitel des Romans.


Hier noch Erklärungen:
Gartech = eine Art Mikrowelle
Krauler = 10 cm lange Säugetiere, die Schuppen haben
und aussehen wie Kalmare

Tränen im Sand:
1. Erwachen
In seinem Bett liegend spürte er noch mit verschlossenen Augen die Meeresluft, die er tief einatmete. Möwen kündigten wie immer den neuen Tag an und der warme Wind zog schleifend an der zerfetzten Gardine, die leise über den Holzboden schlich.
Er genoss es,
wie jeden Tag.
„Van....? Hey Van, wach auf....!“
Tira rief immer nur ein Mal nach ihm, wohlwissend, dass er sich nicht zur Eile bewegen ließ. Es regte sie schon innerlich auf, doch wusste sie auch, dass hier auf Hanju die Uhren etwas anders liefen als anderswo. Und daran hatte sie sich nie gewöhnen können.
Ihr Ruf drang nur sehr sacht an Van`s Ohr, sodass er sich erst nach einer Weile zu einer Bewegung bemühte.
Er öffnete langsam die Augen und die weißen Steinwände seines Zimmers strahlten das gebündelte Licht der Sonne, das durch sein nicht mehr vorhandenes Fenster drang, in seine Augen. Er wurde davon geblendet, sodass er nur bei einem zweiten Blick etwas in seinem Zimmer erkannte.
Er dachte in diesem Moment an nichts. Er hatte eine besondere Art sich seinem Innersten hinzugeben, was jedem auffiel, wenn er auf einmal seltsam, ja geradezu sonderbar abwesend über das Leben nachdachte.
Wenn er sich aus dem Bett erhob, achtete er auf jedes Geräusch, das zu ihm drang und empfand es immer als atemberaubend. Wenn er neben seinem Bett stand, schloss er noch ein Mal die Augen und gab sich der Kulisse hin. Er hob seinen Kopf nach oben. Seine schulterlangen Haare fielen mit einem leichten Schwung nach hinten, sodass ein zarter blau-glänzender Schimmer den Raum erfüllte.
Er war vollkommen nackt, wenn er so dastand und seine Arme von sich streckte, um den warmen Wind auf seiner Haut zu spüren.
Wenn er dann die Augen ein zweites Mal öffnete, sah er durch sein riesiges Deckenloch, wo er den blauen Himmel, Möwen und die leichten Wolken sah. Jedes mal glaubte er, dann fliegen zu können, obwohl er wusste, das der Himmel auch mit Flügeln unerreichbar blieb.
Er senkte den Kopf und sah auf seine halboffen stehende Tür, die so marode war, dass die weiße Farbe schon lange am abblättern war. Der dahinterliegende Treppengang war durch die Helligkeit nicht zu erkennen und die Treppe erschien wie ein dunkles Loch, sodass sein Glanz in seinen grauen Augen verschwand und er in sein Leben zurückgeholt wurde.
Er ging zum Schrank und zog sich an. Wenn er sein T-Shirt übergezogen hatte, sah er oft in den Spiegel neben den Schrank und fragte sich häufig, ob das wirklich er ist, den er dort sieht.
Bis das Klicken der Gartech ihn aus seinen Gedanken riss.
Mit Angst durchtrat er zur Tür die er ganz langsam schloss, fast als wollte er sich heimlich aus seinem Zimmer schleichen, was wohl ehr der Ruhe galt, die er nicht unterbrechen wollte.
Der lange Weg hinunter machte ihn noch mehr Angst, die erst verflogen war, als sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Erst dann war er fähig weitere Schritte nach unten zu wagen.
Die durch seine Schritte entstandene Geräuschkulisse war nun nicht mehr atemberaubend, sondern sehr erschreckend für ihn. Froh war er, als er endlich, mit dem Passieren einer Rechtskurve in der Treppe, in die Küche ankam.
Er sah sich aufmerksam um, fast als suchte er nach einer noch so kleinen Veränderung.
Aber es war, wie immer:
Die grauen Steinwände sahen noch genauso alt und beschädigt aus wie vorher, der Putz, der an vielen Stellen abfiel, war auch noch da, sowie die Risse in der Wand und in den Dielen über ihn.
In der linken Tür stand Tira regungslos und angelehnt. Der leichte Wind flatterte durch ihr langes rotes Haar, während sie ihre Hände hinter ihrem Rücken hielt. Auch ihre kleine Schärpe am linken Arm flatterte sacht, während sie den Möwen zuschaute, die langsam ihre Kreise über den Inselberg zogen, um dann in den Weiten des Himmels zu versinken.
Der unlackierte, grobe Holztisch mit den beiden Stühlen stand in der Mitte und auf einem der Stühle saß seine Mutter, die, wenn sie nicht wieder Kleider für die Dorfbewohner machte, am Tisch saß und auf den Visulator starrte, der Tag und Nacht lief. Der Ton war natürlich schon lange kaputt, sodass nur noch die Bilder in die Küche flackerten, die von einem statisch kratzenden Ton begleitet wurden, der aber nur durch genaues Hinhören wahrnehmbar war. Van setzte sich zu seiner Mutter an den Tisch, wo er immer aß. Er saß ihr direkt gegenüber. Er brauchte immer eine halbe Stunde. Aber gestört hatte es niemanden, sogar Tira nicht, die die ganze Zeit stand. Zumindest ließ sie sich nichts anmerken, denn sie wusste, dass sie eigentlich nicht zu ihm gehen musste. Er war aber der einzige, der ihr damals geholfen hatte, wodurch sie einen großen Drang empfand, bei ihm zu sein, jeden Tag.
„Den Rest mach ich schon fertig!“ sagte seine Mutter, die nun von ihrer Nähmaschine aufstand. Van legte dann immer alles hin. Er wusste, wenn sie das sagte ist es genau 7.00 Uhr. Zeit, um zum Bootssteg zu gehen. Er gab Mutter noch einen Kuss auf die faltendurchsetzte Stirn, die durch ihre schon leicht grauen Haare etwas bedeckt war.
„Nu geh schon sonst sind die Krauler weg, bevor ihr dort ankommt!“ Van`s Mutter wusste, dass das nicht wahr ist, da Van ihr schon so oft erzählt hatte, dass sie auf dem Boot immer noch eine Stunde warten mussten, bis die ersten nach oben kamen. Aber er sagte nie etwas, auch wenn er es gerne getan hätte. Es spielte keine Rolle für ihn.
Bis er ihr „Bis heute Nachmittag!“ sagte, sprach er nie ein Wort am Morgen, auch nicht mit Tira.
Er ging durch die Tür auf die Straße, und Tira folgte ihm an seiner Seite. Sie gingen den Weg direkt hinunter zum Bootssteg, den man durch die gerade nach unten verlaufende Straße schon sehen konnte. Am Straßenrand waren überall Häuser der anderen Dorfbewohner, die ihrem geschäftigen Treiben nachgingen. Aber ohne Hektik, alles voller Ruhe. Die Sonne ging auf. Sie tauchte immer aus dem Wasser, und wenn sie weiter aufstieg, dann schien es, als ob sie den Berg nach oben rollte. Van`s Mutter stand immer in der Tür und beobachtete die beiden noch eine Weile. Es machte sie immer wieder glücklich, sie so zu sehen, wenn sie fortgingen. Andererseits war sie aber auch traurig, das sie Van nicht näher kommen konnte, auch wenn sie ihn sehr liebte. Aber sie konnte es nicht. Sie war schon eine sehr gebrechliche Gestalt mit einem krummen Rücken, was wohl vom vielen Sitzen kam. Doch beklagt hatte sie sich über ihre Schmerzen nie. Wenn sie die beiden nicht mehr erkennen konnte, sah sie oft zum Inselberg hoch, wo man von ihrem Haus aus eine direkte Sicht auf den Friedhof hatte, der etwas höher, als die restlichen Häuser des Dorfes lag.
„Wo werdet ihr heute fischen?“ fragte Tira
„Ich weiß nicht.“
„Fahrt ihr wieder bei den Ursasternen vorbei?“
„Ich weiß nicht.“
„hmmm...“

Natürlich möchte ich nun wissen, was ihr davon haltet.
Wie findet ihr die Story und den Stil des Lesebeispiels?
Sagt es mir bitte, auch wenn es sehr lang geworden ist!
Spart auch nicht mit Kritik, denn das sollte mal was großes werden (hoffe ich zumindest:em-verlegen:)
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Beitragvon Masayuki » Di 22. November 2005, 09:22

sorry ich hab deinen post noch nicht gelesen
mach ich nochund kommentiere dann

wenn du glaubst es sind keine Ideen da, dann hast du dich aber tief geschnitten ^_^
aber ich poste nicht jeden Furz der mir in den Sinn kommt, besonders wenn ich mich in Bali befinde und nur alle 2 Monate mal in eine Stadt komme :biggrin:
--------------

ahso: nicht verzagen...das forum ist zwar leer und die Stammkundschaft (Dye,Kiz,ich) ist kaum mehr da
aber wirst schon ab und an auf antworten stoßen ;)
und wenigstens hiro hat das forum nicht vergessen

(Edited by Masayuki at 9:23 am 22. Nov. 2005)
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Beitragvon Masayuki » Mi 23. November 2005, 17:55

so ich habe es gelesen...

an sich ist der umriss der story ziemlich interessant
man kann wenig dazu sagen, wenn man wenig einblick in die charaktere hat (bei dieser Übersicht hat man den halt nicht)

willst du das als Manga umsetzen? oder als Buch?
wenn ja, dann würde ich nicht all die tragischen Ereignisse aneinanderreihen... ein plot kann auch ohne großartig zerstörerische Einschnitte fesselnd sein, aber das weißt du natürlich selbst ;)

die Leseprobe gefällt mir super...
keine Oberflächliche Beschreibungen sondern schön ins Detail gegangen...die Szenerie ist gut dargestellt
kann man sich doch reinleben
:)
auf stilistische fehler will ich nicht hinweisen, das löst sich alles mit der Übung auf...

weitermachen!
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Beitragvon GorNaVash » Do 24. November 2005, 20:07

Ja das ist richtig, aber es sollte ja nicht unendlich lang werden und zu viel wollte ich auch nicht verraten ;)

Ich werde es auf jeden Fall als Buch umsetzen.
Grund: - ich kann keine Mangas zeichnen
- und als manga wär die story zu lang denke ich (sicherlich irgendwie 30 Bücher oder so)

Aber ich find es schon mal toll, das es nicht so schlecht ist, was mich auf jedenfall zum weitermachen motiviert:em-gespannt:
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Beitragvon idiolatrie » Mi 30. November 2005, 18:28

ein paar Fragen: wie siehts mit der Europatemperatur aus - wie haben die das in den Griff bekommen?

und was ist das Direktorat ( da denk ich jetzt unweigerlich an das Büro vom Direktor einer Schule)

Schreiben kannst du ausgesprochen gut - und ebenso wie Masayuki bin ich froh, dass jemand auch mal ins Detail gehen kann und die Detailtreue auch bis zum Schluss durchhält

Was die Länge angeht, so denke ich, dass das doch nebensächlich ist. Ohne Kürzungen und unnatürliche Verlängerungen wird der Roman seine Länge schon finden und dadurch ansprechend bleiben. Es muss ja keine russische Literatur aus dem 19. Jhd. werden, oder?

@Masayuki: was treibst du in Bali?

(Edited by idiolatrie at 18:58 am 30. Nov. 2005)
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Beitragvon GorNaVash » So 4. Dezember 2005, 18:40

Die Temperatur hat man mit Treibhausgasen in den Griff bekommen. Dafür musste aber eine künstliche Atmosphäre geschaffen werden und da das Eis auf Europa geschmolzen ist, konnte man dann den Planeten für sich überlassen, da kein Eis für eine große Reflexion der Strahlung mehr da war, und das Wasser diese sogar zum Teil absorbierte.
Das Eis hat also die Spiegelwirkung verloren, und dadurch war es angenehm warm. (Natürlich alles Fiction)

Das Direktorat ist von dem Wort Diktator und Rat entsprungen, und es ist eine kleine Gruppe von Regierenden (wie viele weiß ich momentan noch nicht), die die alleinige unangefochtene Macht über ihr Territorium (Erde, Erdmond und Venus) ausüben, und ihr Territorium ständig erweitern wollen, aber dennoch einen übergeordneten Vorgesetzten haben. (Ähnlich wie bei Hitler als Vorgesetzter und daneben Goebbels und Himler)

hey und vielen Dank für dein Kompliment! :wink:
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Beitragvon GorNaVash » So 26. März 2006, 18:16

Okay! Bei der Diskussion im Elfenlied Thread ist mir eine Kurzgeschichte eingefallen. Sie heißt "Trauer". Wie findet ihr sie:

Es ist 16.12 Uhr. Es ist ein sonniger, aber kalter Tag. Wir sitzen beide an einen Tisch. In einen Raum. Ein Stuhl ist leer. Mutter sagte es mir in der Früh. Es war dunkel, aber sternenklar. Ich fuhr nicht schnell. Alles war so ruhig, so friedlich. Die Laternen zogen über meinen Kopf vorbei. Zogen einfach vorbei, ohne anzuhalten, ohne aufzugeben. Ich konnte es nicht ändern. Nichts hätte ich dagegen tun können. Doch hätte ich es gewollt? Wäre es dann anders? Jetzt in diesem Moment? Ich sehe meinen Löffel und Mutters Suppe. Grüne Bohnen. Die mochte er am liebsten. Das Besteck. Es ist das gute. Zu besonderen Anlässen. Ein letzter Anlass.
Ich erinnere mich, als sie heirateten. Ich war da schon vier. Es war ein teures Besteck. Denn es kam von unserer Familie. Von Oma, von Opa. Vom Herzen.
- Schau Papa! Ich bin auf den Kopf, wenn ich reingucke! -
Tränen in der Suppe. Nicht nur bei mir. Sie wird salzig, verbittere Hoffnung. Ich schaue in den Löffel. Er ist zerkratzt. Durch die Zeit. Durch seinen Gebrauch. Ich erkenne mich nicht mehr darin. Er glänzt nicht mehr. Er ist grau und matt. Aber er ist beständig. Er ist da. In diesem Moment brauche ich ihn, und er ist da. Ich schaue zu seinem Stuhl. Etwas an diesem Stuhl fehlt. Aber der Stuhl ist noch da.
„Magst du noch Grüne Bohnen?“ – „Ja, gerne.“
Wir wussten beide, dass der Teller noch voll war und Mutter kippte nicht mal eine halbe Kelle dazu.
2 Wochen später musste ich mich um genau 9.00 Uhr noch einmal dort einfinden. Meine Mutter war bereits im Auto. Ich ging ein letztes Mal in das Haus. In meine Heimat. Ich ging zum letzten Mal heim. Ich sah zwei Stühle vor dem Fenster. Nun waren beide leer. Beide noch da. Beide ließ ich zurück, ließ ich heim. Doch den Löffel nahm ich mit nach Haus.
Ich erinnere mich, dass das Letzte, was ich von Mutter bekam, nicht mal eine halbe Kelle Grüne Bohnen war. Aber es waren Grüne Bohnen und es war genug. Genug für mich. Genug für mein Leben. Trauer und Glück sind manchmal so nah. Vielleicht ist es das, was das Gefühl „Verlust“ als solches ausmacht. Glücklich über Erinnerungen in der Trauer. Ewig schön. Ewig im Herzen verhaftet.
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Beitragvon TheDarkEye » So 26. März 2006, 19:00

1.: Die Geschichte, die du da letztes Jahr gepostet hast, find ich genial! Ich glaub auch, dass es besser wäre, daraus einen Roman zu machen, weil du hast echt eine tolle Art zu schreiben! ^^ Die Story finde ich sehr interessant...sie erinnert mich ein bisschen an Gundam Seed, ich weiß nicht warum ^^ ...und Van erinnert mich irgendwie an mich *lol* <-- ruhig, schulterlange Haare, etwas seltsam, sagt oft "Ich weiß nicht" ^^
Schreibst du eigentlich noch an der Geschichte?

2.: Die Kurzgeschichte finde ich traurig-schön ;_; Du hast echt eine tolle Art zu schreiben! *mich wiederhol* ^^ ...Etwas an diesem Stuhl fehlt. Aber der Stuhl ist noch da...BAMM!!! Da hab ich eine Gänsehaut bekommen ~.~
Schreibst du öfter solche Geschichten?
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Beitragvon GorNaVash » So 26. März 2006, 19:22

Ja ich schreibe sehr gerne und würde auch gerne mal freischaffender Schriftsteller werden. Gedichte habe ich ein paar geschrieben und an der ersten Geschichte (Ja es ist ein Roman) schreibe ich immer schon seit zwei Jahren hin und wieder, aber nicht regelmäßig. Ich weiß natürlich nicht, wie lang es werden wird, aber ich habe schon recht viel zusammen, bin aber immer noch nicht bei dem, was die Geschichte zum Thema haben soll :em-verlegen: ) Das bedeutet, dass ich noch viel vor mir habe, bis sie fertig ist.

Dazwischen schreibe ich hin und wieder Kurzgeschichten, Gedichte, Weißheiten, Gedanken... Alles, was mir halt so einfällt. Aber häufig ist es etwas trauriges, oder Melancholische. Ich weiß zwar nicht, warum ich nichts fröhliches schreibe, aber naja...

Danke, dass du den ganzen Thread gelesen hast und dann noch danke, für die Bewertung. :em-verlegen2:
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